vb@rchiv
VB Classic
VB.NET
ADO.NET
VBA
C#
DTA-Dateien erstellen inkl. BLZ-/Kontonummernpr?fung  
 vb@rchiv Quick-Search: Suche startenErweiterte Suche starten   RSS-Feeds  | Newsletter  | Impressum  | Datenschutz  | vb@rchiv CD Vol.6  | Shop Copyright ©2000-2017
 
zurück
Rubrik: Internet/Netzwerk   |   VB-Versionen: VB5, VB615.09.03
Programmierung eines Proxy-Servers

Im Forum wurde vor kurzer Zeit gefragt, wie man einen http-Proxy mit VB realisiert. Dazu machte ich mir auch Gedanken und kurzerhand entstand dieser Workshop. Dieser Workshop ist darauf begrenzt, die theoretische Vorgehensweise anhand eines kleines Beispielprojekts zu erklären, die Praxis sieht wie so oft leicht anders aus.

Autor:  Matthias WenzBewertung:     [ Jetzt bewerten ]Views:  33.931 

Neue Version! sevEingabe 3.0 (für VB6 und VBA)
Das Eingabe-Control der Superlative! Noch besser und noch leistungsfähiger!
Jetzt zum Einführungspreis       - Aktionspreis nur für kurze Zeit gültig -

Im Forum wurde vor kurzer Zeit gefragt, wie man einen http-Proxy mit VB realisiert. Dazu machte ich mir auch Gedanken und kurzerhand entstand dieser Workshop. Dieser Workshop ist darauf begrenzt, die theoretische Vorgehensweise anhand eines kleines Beispielprojekts zu erklären, die Praxis sieht wie so oft leicht anders aus.

Grundlegendes zu http-Proxys

Im Forum wurde vor kurzer Zeit gefragt, wie man einen http-Proxy mit VB realisiert. Dazu machte ich mir auch Gedanken und kurzerhand entstand dieser Workshop.

Leider ist das Beispielprojekt, das hieraus hervorgegangen ist, immer noch mit Mängeln behaftet. Warum es nicht zuverlässig funktioniert liegt wohl daran, dass es im Internet viele Browser- und noch mehr Server-Typen gibt, die alle ihre eigene Note haben.

Dieser Workshop ist also darauf begrenzt, dass man die Theorie erklärt, die Praxis sieht wie so oft leicht anders aus.

http-Request - Unterschiede zwischen DIREKT und PROXY

Beim direkten http-Request sendet der Browser an den Webserver sein http-Request mit folgender Grundstruktur:

Beispiel: Download der Datei "index.htm"

GET /index.htm HTTP/1.1
[Zusätze]

z.B. http-Request eines Opera-7.03-Browsers, der sich über "User-Agent" als IE-kompatibel identifiziert:

GET / HTTP/1.1
User-Agent: Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1) Opera 7.11  [en]
Host: www.google.de
Accept: text/html, image/png, image/jpeg, image/gif, image/x-xbitmap, */*;q=0.1
Accept-Language: en;q=1.0,de;q=0.9
Accept-Charset: windows-1252, utf-8, utf-16, iso-8859-1;q=0.6, *;q=0.1
Accept-Encoding: deflate, gzip, x-gzip, identity, *;q=0
Connection: Keep-Alive

Zu beachten ist, dass ein http-Request am Ende immer noch zwei Zeilenumbrüche hat (in VB vbCrLf).

Der Webserver kann aus diesem Request folgende Informationen erkennen:

  • welche Datei der Client anfordert
  • was für ein Browser-Typ verwendet wird
  • welches OS verwendet wird (Windows XP ist "Windows NT 5.1")
  • welche MIME-Typen der Browser annimmt, bzw. selbst verarbeiten kann
  • welche Sprachen er akzeptiert (zusätzlich zu Englisch)
  • welche Zeichensätze der Browser annimmt, also UTF etc.
  • welche codierten, gepackten etc., Dateiformate er annimmt
  • ob die Verbindung nach der Übermittlung der geforderten Daten getrennt werden soll, oder nicht

Das Selbe, wenn der Browser eine Anfrage an einen Proxy schickt (Änderungen fett):

GET http://www.google.de/ HTTP/1.1
User-Agent: Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1) Opera 7.11  [en]
Host: www.google.de
Accept: text/html, image/png, image/jpeg, image/gif, image/x-xbitmap, */*;q=0.1
Accept-Language: en;q=1.0,de;q=0.9
Accept-Charset: windows-1252, utf-8, utf-16, iso-8859-1;q=0.6, *;q=0.1
Accept-Encoding: deflate, gzip, x-gzip, identity, *;q=0
Proxy-Connection: Keep-Alive

Die Unterschiede sind leicht erklärt:

Der Browser muss dem Proxy die komplette URL inklusive des verwendeten Protokolls übertragen, damit dieser den Webserver anschreiben kann. Der Browser teilt dem Proxy über Proxy-Connection mit, ob die Verbindung erhalten bleiben soll, was standardmäßig über Proxy-Connection: Keep-Alive aktiviert ist.

Nun muss der Proxy eigentlich nichts anderes tun, als aus dieser Anfrage sowohl die Adresse des Hosts auslesen, ggf. das Protokoll erkennen und den Dateinamen herausfinden. Am Ende schickt der Proxy genau die Anfrage an den Server, die normal vom Browser direkt verschickt wird. Von da an muss der Proxy eigentlich nur noch die Daten, die vom Server kommen an den Client bzw. Browser übermitteln und umgekehrt. Der Webserver merkt normal gar nicht, dass er mit einem Proxy und keinem Browser "redet".

Dann muss man noch bedenken, was der Proxy tun soll, wenn der Webserver nicht erreichbar ist - und wie man das feststellt. In diesem Workshop habe ich mich der Einfachheit halber für den Tipp von  Server anpingen und Reaktionszeit ermitteln entschieden. Für den Fall, dass der Webserver per Ping nicht erreichbar ist, simulieren wir "einfach" einen Webserver, der dem Browser eine einfache HTML-Nachricht zurückschickt, dass der Host nicht erreichbar ist. Dazu musste ich nur eine Standard-Antwort eines Apache-Webservers auswerten und abändern.

Übrigens: Meine Tests habe ich auch alle mit dem Apache durchgeführt, da er kostenlos und sehr weit verbreitet ist.

An die Arbeit

Zuerst in VB ein neues Standard-EXE-Projekt erstellen.

Für dieses Projekt benötigen wir das Winsock-Control. Dies bitte über Projekt -> Komponenten oder Strg + T hinzufügen.

Dann benötigen wir eine Hauptform frmMain und ein Modul Functions zur Aufnahme der Funktionen. (Ich lagere die Funktionen lieber extern in ein Modul aus, da der Code der Form schon sehr komplex ist.)

Alle benötigten Controls (auf frmMain) in dieser Tabelle:

NameControl-TypEinstellungen
cmdStartCommandButtonCaption: "Proxy starten"
cmdQuitCommandButtonCaption: "Schließen", nach Wahl "Cancel"-Eigenschaft"True"
txtLocalPortTextBoxNach Wahl zugehöriges Label mit Caption: "Proxy-Port:"
txtRefererTextBoxNach Wahl zugehöriges Label mit Caption: "Referer (leer lassen um Funktion abzuschalten):"
sckClientWinsockProtokoll: "0 - sckTCPProtocol"
sckServerWinsockProtokoll: "0 - sckTCPProtocol" RemotePort: 80

Nachdem alle Controls auf der Form "wohlgeordnet" sind, widmen wir uns dem Programmcode:

frmMain

Zuerst mal der allgemeine Deklarationsteil:

Option Explicit
' Allgemein benötigte Variablen & Funktionen
Private Declare Function CharLower Lib "user32" _
  Alias "CharLowerA" ( _
  ByVal lpsz As String) As String
 
Dim Host As String
Dim Oldhost As String
Dim Request As String
Dim d As String
Dim Buffer As String
 
Dim ControlledCancel As Boolean
Dim ToSendRequest As Boolean

Dann kommt die "Beenden"-Routine:

Private Sub cmdQuit_Click()
 
  ' Beide Winsocks disconnecten, wenn sie das nicht sind
  If sckClient.State <> sckClosed Then
    sckClient.Close
  End If
 
  If sckServer.State <> sckClosed Then
    sckServer.Close
  End If
  End
End Sub

Dann die Start-Routine, mit der wir den Proxy-Hörgang starten:

Private Sub cmdStart_Click()
 
  On Error GoTo Fehler
  ' Überprüfen, ob der LocalPort so eingestellt werden kann
  If IsNumeric(txtLocalPort.Text) = False Or _
    Val(txtLocalPort.Text) > 65535 Or _
    Val(txtLocalPort.Text) < 1 Then
 
    MsgBox "Bitte gültige Port-Nummer angeben.", vbExclamation
    Exit Sub
  End If
 
  ' Abhörvorgang starten
  sckClient.LocalPort = txtLocalPort.Text
  sckClient.Listen
 
  Exit Sub
  ' Wenn doch ein Fehler auftritt
Fehler:
  MsgBox "Fehler " & Err.Number, vbCritical
End Sub

Jetzt muss geklärt werden, was passieren soll, wenn ein Client versucht, sich mit dem Proxy zu verbinden. Dann tritt das Ereignis ConnectionRequest bei sckClient auf.

Private Sub sckClient_ConnectionRequest(ByVal requestID As Long)
 
  ' Abhörvorgang beenden
  sckClient.Close
  ' Verbindungsaufnahme akzeptieren
  sckClient.Accept requestID
 
End Sub

Wenn die Verbindung zum Client geschlossen wird:

Private Sub sckClient_Close()
 
  ' Einstellen, dass die Trennung "gewollt" ist
  ControlledCancel = True
  sckServer.Close
 
  If sckClient.State <> sckClosed Then
    sckClient.Close
  End If
 
  ' Proxy wieder starten
  cmdStart_Click
 
End Sub

Genauso, wenn die Verbindung zum Webserver geschlossen wurde:

Private Sub sckServer_Close()
 
  If ControlledCancel = True Then
  ' Wenn die Trennung "gewollt" ist, einfach weitermachen
    Exit Sub
  End If
 
  ' Wenn die Trennung nicht gewollt war und vom WebServer kam
  If sckServer.State <> sckClosed Then
    ToSendRequest = False
    sckServer.Close
  End If
  ' Neu mit dem Webserver verbinden
  sckServer.Connect Host, 80
 
End Sub

Daten empfangen und an den Webserver weiterschicken

Jetzt kommt der "harte" Teil, das Empfangen von Daten des Clients (Browser), Auswerten, Modifizieren und Weiterschicken an den Webserver.

Private Sub sckClient_DataArrival(ByVal bytesTotal As Long)
  ' Erst mal alle benötigten Variablen
  Dim Source As String
  Dim URL As String
  Dim Rest As String
  Dim n As Long
  Dim i As Long
  Dim HTTPVersion As String
  Dim Filepath As String
  Dim FileTypes As String
  Dim UserAgent As String
  Dim Language As String
  Dim Charset As String
  Dim Encoding As String
  Dim Connection As String
  Dim Referer As String
  Dim Command As String
 
  sckClient.GetData d
  Buffer = d
  Buffer = CharLower(Buffer)
 
  ' Ob es ein Kommando ist, das modifiziert werden muss, oder nicht
  If Left(Buffer, 3) <> "get" Or Left(Buffer, 4) = "post" Then
    If sckServer.State = sckConnected Then
      sckServer.SendData d
    End If
    Exit Sub
  End If
 
  Source = d
 
  n = InStr(Source, vbCrLf)
  Request = Right(Source, Len(Source) - n)
  Command = Left(Source, n - 1)
 
  If Left(Command, 3) = "GET" Then
    ' wenn der Browser Daten will
    n = InStr(Command, " HTTP/")
    URL = Mid(Command, 5, Len(Command) - 4 - 9)
    HTTPVersion = Right(Command, 8)
    Buffer = Right(URL, Len(URL) - 7)
    Host = Left(Buffer, InStr(Buffer, "/") - 1)
    Filepath = Right(Buffer, Len(Buffer) - Len(Host))
    ' Kommando einstellen
    Command = "GET"
 
  ElseIf Left(Command, 4) = "POST" Then
    ' wenn der Browser Daten schicken will
    n = InStr(Command, " HTTP/")
    URL = Mid(Command, 6, Len(Command) - 5 - 9)
    HTTPVersion = Right(Command, 8)
    Buffer = Right(URL, Len(URL) - 7)
    Host = Left(Buffer, InStr(Buffer, "/") - 1)
    Filepath = Right(Buffer, Len(Buffer) - Len(Host))
    ' Kommando einstellen
    Command = "POST"
  End If
 
  ' Wenn der Webserver nicht erreichbar ist
  If Ping(Host) = False Then
  ' Fehlernachricht an den Client senden (wird noch besprochen)
    Buffer = CreateServerMessage(Host & " nicht erreichbar", _
      Host & " nicht erreichbar.", _ 
      "Der Remote-Computer " & Host & " ist nicht erreichbar. " & _
      "Stellen Sie sicher dass Sie mit dem Internet verbunden sind " & _
      "und dass der Remotehost online ist. " _ 
      " Bitte nutzen Sie diesen Server nur als HTTP-Proxy.")
    sckClient.SendData Buffer
  End If
 
  ' Den Rest des HTTP-Requests aufspalten und die 
  ' Informationen auswerten
  Do
    ' Solange wiederholen, bis Request keine Zeilenumbrüche 
    ' mehr enthält
    n = InStr(Request, vbCrLf)
    If n = 0 Then
      Exit Do
    End If
    Buffer = Left(Request, n - 1)
    Request = Right(Request, Len(Request) - n)
    Buffer = Right(Buffer, Len(Buffer) - 1)
 
    If Left(Buffer, 7) = "Accept:" Then
      ' Die Datei-(MIME-)Typen, die der Browser akzeptiert
      FileTypes = Buffer
    ElseIf Left(Buffer, 16) = "Accept-Language:" Then
      ' Die Sprache, die neben Englisch noch akzeptiert wird
      Language = Buffer
    ElseIf Left(Buffer, 16) = "Accept-Encoding:" Then
      ' Die Codierungen, die akzeptiert werden
      Encoding = Buffer
    ElseIf Left(Buffer, 8) = "Referer:" Then
      ' Der Referer (über welchen Link man die Seite aufgerufen hat)
      Referer = Buffer
    ElseIf Left(Buffer, 11) = "User-Agent:" Then
      ' Der Browser-Typ
      UserAgent = Buffer
    ElseIf Left(Buffer, 17) = "Proxy-Connection:" Then
      ' Ganz wichtig, Connection muss auf "Keep-Alive" stehen
      Connection = "Connection:" & Right(Buffer, Len(Buffer) - 17)
    End If
  Loop
 
  If txtReferer.Text <> "" Then
    ' Referer austauschen (Verschleierung der Herkunft)
     Referer = "Referer: " & txtReferer.Text
  End If
  ' http-Request zusammensetzen
  Request = Command & " " & Filepath & " " & HTTPVersion & _
    vbCrLf & FileTypes vbCrLf & Referer & vbCrLf & Language & _
    vbCrLf & UserAgent & vbCrLf & "Host: "  _ 
    & Host & vbCrLf & Connection & vbCrLf & vbCrLf
 
  With frmMain.sckServer
    ' Wenn der Host immer noch der Gleiche und man noch 
    ' immer mit ihm verbunden ist
    If Host = Oldhost And .State = sckConnected Then
      .SendData Request
    Else
      ' Wenn der Host gewechselt hat
      ToSendRequest = True
      If .State <> sckClosed Then
        .Close
      End If
      ' Mit neuem Host verbinden
      .Connect Host, 80
      Oldhost = Host
    End If
  End With
 
End Sub

Damit haben wir den wohl "schlimmsten" Teil des Proxys geschafft.

Erläuterungen zur Vorgehensweise

Dazu nun eine Erklärung:

Am Anfang wird entschieden, ob es überhaupt ein http-Kommando ist, und welche http-Version verwendet wird.

Dann werden Host und Dateipfad ermittelt. Dann kann man, wenn der Webserver per Ping nicht erreichbar ist, eine "Nachricht" an den Browser "zurückschicken".
Am Schluss werden die Einstellungen des http-Requests weiter auseinandergenommen und modifiziert. Anschließend werden die neuen Werte wieder zum Request zusammengesetzt, das dann geschickt wird. Das Senden passiert entweder sofort, wenn man noch mit dem Webserver verbunden ist, oder über folgende Routine:

Private Sub sckServer_Connect()
  ' Wenn die Verbindung nur aufgebaut wurde, 
  ' um die Anfrage zu senden
  If ToSendRequest = True Then
    sckServer.SendData Request
  End If
End Sub

Jetzt müssen nur noch die Daten, die vom Webserver kommen, an den Client übermittelt werden. Da diese keine Meta-Informationen enthalten, die man noch abändern muss, damit sie passen, kann man sie einfach "weiterleiten".

Private Sub sckServer_DataArrival(ByVal bytesTotal As Long)
  ' Daten vom Server abfangen
  sckServer.GetData d
  ' und an den Client weitersenden
  sckClient.SendData d
End Sub

Jetzt haben wir den Haupt-Programm-Code fertig. Wir müssen nur noch eine Möglichkeit finden, den Browser, bzw. den Nutzer zu informieren, dass ein Server nicht erreichbar ist, sollte dies der Fall sein.

Wie wir das feststellen? Mit dem Ping-Tipp von Dieter Otter (vielen Dank . Das Ganze packen wir in das Functions-Modul.

Erst mal der allgemeine Deklarationsteil:

Option Explicit
 
Private Declare Function CharLower Lib "user32" _
  Alias "CharLowerA" ( _
  ByVal lpsz As String) As String
 
' ### Ping ###
Private Declare Function IsDestinationReachable Lib "Sensapi.dll" _
  Alias "IsDestinationReachableA" ( _
  ByVal lpszDestination As String, _
  lpQOCInfo As QOCINFO) As Long
 
Private Type QOCINFO
  dwSize As Long
  dwFlags As Long
  dwInSpeed As Long
  dwOutSpeed As Long
End Type
' ############

Und die Funktion, mit der wir die Erreichbarkeit prüfen:

Public Function Ping(ByVal IP As String) As Boolean
  Dim QuestStruct As QOCINFO
  Dim lReturn As Long
  ' Größe der Struktur
  QuestStruct.dwSize = Len(QuestStruct)
  ' Prüfen, ob Ziel erreichbar
  lReturn = IsDestinationReachable(IP, QuestStruct)
 
  ' Antwort auswerten
  If lReturn = 1 Then
    ' Antwort bekommen
    Ping = True
  Else
    ' keine Antwort
    Ping = False
  End If
End Function

Die Funktion liefert False zurück, wenn der Host nicht erreichbar ist, deshalb die Zeile beim Auswerten...

Daten an den Browser schicken und Proxy-Einrichtung

Und nun noch, wie wir Daten an den Browser schicken:

Public Function CreateServerMessage( _
  Optional ByVal Title As String, _
  Optional ByVal Head As String, _
  Optional ByVal Text As String) As String
 
  Dim Message As String
  Dim HTTPHeader As String
  Dim Tag As String
  Dim Monat As String
 
  ' Tag einstellen
  If Weekday(Date) = vbMonday Then
    Tag = ";Mon";
  ElseIf Weekday(Date) = vbTuesday Then
    Tag = ";Tue";
  ElseIf Weekday(Date) = vbWednesday Then
    Tag = ";Wed";
  ElseIf Weekday(Date) = vbThursday Then
    Tag = ";Thu";
  ElseIf Weekday(Date) = vbFriday Then
    Tag = ";Fri";
  ElseIf Weekday(Date) = vbSaturday Then
    Tag = ";Sat";
  ElseIf Weekday(Date) = vbSunday Then
    Tag = ";Sun";
  End If
 
  ' Die Nachricht aus den Parametern im HTML-Format erstellen
  Message = "<html>" & vbCrLf & _
    "<head><title>" & Title & "</title></head>" & vbCrLf & _
    "<body>" & vbCrLf & "<br><br><h1>" & Head & "</h1>" & _
    "<br><br><br>" & vbCrLf & Text & vbCrLf & _ 
    "<br><br><br><i>by(e) proxy...</i>" & _
    vbCrLf & "</body>" & vbCrLf & "</html>"
 
  ' Und den HTTPHeader, der die Einleitung für die Nachricht gibt
  HTTPHeader = "HTTP/1.1 OK" & vbCrLf & _
    "Date: " & Tag & ", " & DatePart("d", Date) & " " & _
    MonthName(DatePart("m", Date), True) & " " & _ 
    DatePart("yyyy", Date) & " " & Time & vbCrLf & _
    "Accept-Ranges: bytes" & vbCrLf & _
    "Content-Length: " & Len(Message) & vbCrLf & _
    "Connection: Keep-Alive" & vbCrLf & _
    "Content-Type: text/html" & vbCrLf & vbCrLf
 
  CreateServerMessage = HTTPHeader & Message
End Function

Diese Funktion liefert einen String zurück, der eigentlich dem Nutzer am Schirm und nur indirekt dem Browser mitteilt, dass die Anfrage nicht erfolgreich war.

Wer sich mit http auskennt, wird schon erkannt haben, dass wir hier nichts anderes machen, als dem Client eine Antwort zurückzuschicken, die er als Antwort des Webservers annimmt. Wir teilen ihm ein bisschen Information wie Datum und den Inhalts-Typ (Content-Type) mit und er ist "zufrieden".

Der Browser hat nämlich einen großen Macken für unsere Zwecke: Er will solange Daten haben, bis das, was in Content-Length steht, gekommen ist. Wir stellen also eine Nachricht zusammen und teilen ihm davor noch die Länge der Nachricht über "Content-Length" mit. Wenn der Browser das erhalten hat, "glaubt" er tatsächlich, er wäre mit dem Webserver verbunden und parst unsere Nachricht, die dem Nutzer am Browser den Fehler klarstellt. Wir gaukeln dem Browser also eigentlich einen Webserver vor und er nimmt es uns netterweise auch noch ab...

Dieser Proxy kann den Referer austauschen, wodurch der Webserver nicht (richtig) wissen kann, über welche Links der User sich zu ihm gehangelt hat. Dieser Proxy ist sehr moderat in der Datenverarbeitung. Man kann ihn mit ein bisschen Kenntnis leicht erweitern. So könnte man auch die pers. Information des Browsers austauschen (User-Agent). Leider ist es ein Single-User-Proxy, aber theoretisch müsste man ihn durch mehr Winsock-Controls mit demselben Code (nur auf anderen Ports) auch für mehrere User bauen können.

Zuletzt: Die Einrichtung des Proxys

Dazu muss man nur die Einstellungen der gewählten DFÜ-Verbindung ändern und als Proxy die Adresse und den Port des Proxys eintragen. Dann noch den Proxy gestartet und ab geht's...

Mir ging es in diesem Workshop darum die Grund-Praxis eines Proxy-Servers zu erklären, ich hoffe, das ist mir gelungen...

In meiner Version des Proxys habe ich noch eine Log-Funktion integriert, die hier aber wohl ein bisschen umständlich zu erklären gewesen wäre.

cu in vb@rchiv
vy 73 db1MWe

Dieser Workshop wurde bereits 33.931 mal aufgerufen.

Über diesen Workshop im Forum diskutieren
Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Workshop, können Sie gerne mit anderen darüber in unserem Forum diskutieren.

Neue Diskussion eröffnen

nach obenzurück


Anzeige

Kauftipp Unser Dauerbrenner!Diesen und auch alle anderen Workshops finden Sie auch auf unserer aktuellen vb@rchiv  Vol.6
(einschl. Beispielprojekt!)

Ein absolutes Muss - Geballtes Wissen aus mehr als 8 Jahren vb@rchiv!
- nahezu alle Tipps & Tricks und Workshops mit Beispielprojekten
- Symbol-Galerie mit mehr als 3.200 Icons im modernen Look
Weitere Infos - 4 Entwickler-Vollversionen (u.a. sevFTP für .NET), Online-Update-Funktion u.v.m.
 
   

Druckansicht Druckansicht Copyright ©2000-2017 vb@rchiv Dieter Otter
Alle Rechte vorbehalten.
Microsoft, Windows und Visual Basic sind entweder eingetragene Marken oder Marken der Microsoft Corporation in den USA und/oder anderen Ländern. Weitere auf dieser Homepage aufgeführten Produkt- und Firmennamen können geschützte Marken ihrer jeweiligen Inhaber sein.

Diese Seiten wurden optimiert für eine Bildschirmauflösung von mind. 1280x1024 Pixel